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Jobcenter installieren digitalen Brückenkopf zwischen Münsterland und Ostwestfalen

22 JANUAR 2021


Bild: Kreis Gütersloh|
Gütersloh/Warendorf. Über die „Grenze“ hinweg, die das Münsterland von Ostwestfalen trennt, haben die Leiter der beiden kommunalen Jobcenter im Kreis Warendorf und im Kreis Gütersloh, Dr. Ansgar Seidel und Fred Kupczyk, vor einigen Monaten vereinbart, ihre Zusammenarbeit unter dem Titel „Digitaler Brückenkopf“ weiter zu intensivieren. Wenn es sonst über Grenzen von Regierungsbezirke hinaus seltener interkommunale Zusammenarbeit gibt, kann sich die Bandbreite gemeinsamer Aktivitäten der beiden Jobcenter inzwischen sehen lassen. „Die Idee des digitalen Brückenkopfes kam uns, als wir uns im Sommer über Corona und die fortschreitende Digitalisierung unserer Verwaltungen ausgetauscht hatten“, erläutert Dr. Ansgar Seidel vom Kreis Warendorf. Zuvor hatten die Jobcenter der Kreise Warendorf und Gütersloh bereits in einzelnen Projekten eng zusammengearbeitet. So wurden unter Federführung des Jobcenters Gütersloh zwei gemeinsame Erklär-Videos produziert, in denen die Leistungen der Grundsicherung („Hartz IV“) und die des Bildungs- und Teilhabepaketes vorgestellt werden. Aber auch über den Service für Arbeitgeber im „Grenzgebiet“ oder bei der gemeinsamen Besetzung von Maßnahmen für Arbeitsuchende sind beide Häuser regelmäßig im Austausch. Statt Besuchstermine zu organisieren und abzuhalten, erfolgt dies nun immer häufiger per Video, um Zeit und Aufwand zu sparen, sich aber dennoch zu sehen. Bei der Einführung eines digitalen Dokumenten-Management-Systems, bei dem es um das Ersetzen der Papierakte durch ein elektronisches Verfahren geht, haben beide Jobcenter den gleichen Weg beschritten und Synergien erzeugt. Ein weiteres gemeinsames Projekt ist die Zusammenarbeit bei der Vermittlung von Leistungsberechtigten zu Amazon. „Der Leitspruch der kommunalen Jobcenter lautet „Stark.Sozial.Vor Ort“ und hat uns darin bestärkt, unsere Zusammenarbeit weiter zu vertiefen“, sagt Fred Kupczyk vom Kreis Gütersloh mit Blick auf den münsterländischen Nachbarn. Ideen und Erfahrungen werden von einem Kreis an den anderen weitergeleitet - digital soll dies in Zukunft noch schneller und noch breiter gelingen.

Bild: Kreis Gütersloh


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