Kanäle - Dreiecksplatz-Kanal
04 JULI 2011

WdkK 2011: Der Montag: Warmhören für die Woche



Von Ben Hensdiek

Das Warten hat ein Ende, die Woche ist da! Kaum zu glauben, dass es erst die vierzehnte Auflage des Erfolgskonzeptes auf dem grünen Dreieck ist. Denn sie gehört zu Gütersloh wie die Dalke und der Wasserturm, als wäre sie immer da gewesen. Dennoch: Dieser Montag vermochte sich von den vergangenen Eröffnungsabenden unterscheiden. Vor allem das junge Publikum fühlte sich von Beat! Beat! Beat! und den Kilians angezogen. Für alle anderen war es ein mehr als gelungenes Warmhören für eine kommende, abwechslungsreiche Woche…



Pünktlich um 20 Uhr war der Moment gekommen, den viele der Besucher auf dem gut gefüllten Platz seit den letzten Klängen von The Busters am Freitag, dem 3. September des vergangenen Jahres, sehnsüchtig erwartet hatten. Nicht einmal ein Jahr ist es also her, dass der feine Künste-Mix das Publikum zum letzten Mal verzauberte. Doch die Woche versprüht nach wie vor einen Charme, von dem man wohl nie zu viel bekommen kann. Erst recht nicht bei großen Namen wie denen der diesjährigen Eröffnungsgäste.

Programm ist neben musikalischer Klasse der einzelnen Künstler auch das feine Händchen der Organisatoren der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz, immer wieder Acts auf die Bühne in Gütersloh zu bekommen, die man hier nur sehr selten sehen wird. Erst recht bei freiem Eintritt.

Dass die Bands des Abends durchaus einen großen Bekanntheitsgrad beim jüngeren Publikum genießen, zeigte die große Traube junger Konzertbesucher direkt vor der Bühne. Die Bierzeltgarnituren vor der Bühne mit Bedacht gar nicht erst aufgestellt, erwies sich der Platz als Magnet für eine feier- und tanzfreudige Schar von Fans des bodenständigen Indie-Rocks, der insgesamt recht harmlos und poppig daher kam.



Den Anfang machten Beat! Beat! Beat! aus Viersen. Der mit teils synthetischen Klängen untermalte und in der Melodieführung recht flach angelegte Sound konnte musikalisch überzeugen, plätscherte allerdings bei vielen noch etwas nebenher. Zu frisch die Woche vielleicht, zu viele Bekannte und Freunde, die am ersten Tag besonders herzlich empfangen werden wollten. Ostwestfälische Feierfreude eben, die es einer jungen Band nicht leicht macht, den richtigen Zugang zum Hörer zu finden. Vielleicht war es aber auch gerade aus dieser Sicht genau die richtige Wahl zur Eröffnung.

Etwas peppiger aufgelegt übernahmen nach einer guten Stunde die Kilians die leuchtende Bühne, die in diesem Jahr erstmals durch eine eindrucksvolle LED-Beleuchtung im Hintergrund aufwarten kann. Eine gelungene Ergänzung des ohnehin wie immer imposanten Bühnenaufbaus, der gerade in Verbindung mit feinstem Indie- und Gitarren-Rock einen wunderbaren Einstand feierte. Kilians-Frontmann Simon den Hartog zeigte sich beeindruckt: Ihr seid echt zu beneiden, dass ihr hier in Gütersloh so etwas an einem Montagabend machen könnt. Recht hat er, denn wo gibt es das sonst?

Mit charmanten und sympathischen Ansagen spielten sich die fünf Musiker aus Dinslaken mit jedem Song ein bischen weiter gen Publikum, untermalten als gute Instrumentalisten und mit eingängigen Songs die eintretende Dämmerung. Und obwohl es etwas kühl war an diesem ersten Abend, warmgehört hatten sich am Ende alle. Und so werden viele von ihnen auch am Dienstag zu Jazz und Blues wieder pünktlich um 20 Uhr auf dem Platz sein – wie in jedem Jahr an fünf Abenden voller großer Kleinkunst.




zurück



News

weitere Nachrichten


Freitag18
Tango Argentino
LangeNachtderKunst
Woche d. kleinen Künste
Open-Air-Kino


Powered by PRO-Admintool
_