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Woche der Kleinen Künste mit brasilianischen und bluesigen Klängen


Wie versprochen waren wir auch am zweiten Tag der Woche der kleinen Künste mit der Kamera dabei. Diesmal war es die brasilianische Combo Bê Ignacio, die das Publikum der Copacabana näher brachte und die Hamburger Blues Band, welche nach traditioneller Manier die Bühne rockte.

16 JULI 2013
Woche der kleinen Künste

WdkK’13: Der Dienstag – Ferienvorbereitung


Es ist ein Dienstag, der sich ein wenig anfühlt, wie ein Freitag der „Woche“. Schon eine halbe Stunde vor Beginn drängen sich die Besucher auf dem Platz, versuchen noch einen letzten Sitzplatz zu bekommen oder zumindest einen guten Stehplatz. Hoch „Yasmine“ scheint die Gütersloher übermäßig für Freiluftaktivitäten zu begeistern. Oder war es doch die Musikauswahl für diesen Abend? Mit Bê Ignacio und der „Hamburg Blues Band“ waren eine aktuell Chart-Platzierte Künstlerin und eine bereits über drei Jahrzehnte aktive Combo auf dem Dreiecksplatz zu erleben. Mehr Abwechslung geht nicht!

In der Tat scheint mir die Stimmung in diesem Jahr so ausgelassen zu sein, wie selten in den vergangenen fünf Jahren, in denen es keinen einzigen Tag der Woche der kleinen Künste gab, über den ich nicht ausführlich berichtet hätte. Endlich Sommer, endlich Sonne oder einfach nur Vorfreude auf die anstehenden Sommerferien?

Die optimale Vorbereitung für letztere lieferte die Brasilianerin „Bê Ignacio“ mit einer sommerlichen Mischung aus Bossa, Samba und gemütlicher Lounge-Musik. Nicht zuletzt ihr überraschender Einsatz vom „Stein“ aus, der sonst bei Freitag18 regelmäßig die Bühne bildet, sorgte für interessierte Blicke von der Bühne weg in Richtung des Geschehens inmitten des Publikums. Während die Band von der Hauptbühne aus den Rhythmus vorgab, heizte Ex-Model Bêtina dem Publikum gleich zu Beginn des Abends ordentlich ein.

Diese „Reise durch Brasilien mit all seinen Facetten“ sorgte schnell für Urlaubsstimmung. Was für das perfekte Bild fehlte war lediglich ein großer Sandstrand zum Meer aus feiernden Menschen. Das gab es noch nicht oft, dass zu so früher Stunde so – teils ausgiebig – getanzt wurde. Volksfeststimmung schon am Dienstag. Allein die Unterbrechungen für ihre Ansagen hätte die sympathische Frontfrau etwas kürzer fassen dürfen.

Nur wenige Worte hingegen brauchte die Hamburg Blues Band, die sich gemeinsam mit der schottischen R&B-Sängerin Maggie Bell und der Woodstock-Legende Miller Anderson auf den Weg von St. Pauli nach Gütersloh gemacht hatte. Hier fühlten sie sich sichtlich wohl und gestalteten ihr Programm ganz der Erwartungshaltung folgend mit Roots Blues erster Güte. Erst alleine und im zweiten Teil gesangsstark von Maggie Bell angetrieben, feierte das Publikum mitten in der Woche eine sehenswerte Party mit einer der besten Bands der europäischen Blues-Szene. Zugaben bis kurz vor elf inklusive. Ein besonderes Highlight setzte zudem Mit-Gastgeber und Gütersloher Urgestein Uli Twelker, der die Band für drei Stücke als zweiter Schlagzeuger begleitete und so die Möglichkeit zu einem schon lange vereinbarten Gastauftritt nutzte.

So nahm dieser zweite Abend der „Woche“ ein stimmungsgeladenes Ende, an dem man dann doch ein wenig den Wochentag ablesen konnte. Nach und nach war es etwas leerer geworden auf dem Platz, waren einige Besucher in Erwartung von drei weiteren Konzert-Abenden bereits auf dem Weg nach Hause. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, sondern sorgte vielmehr für ein bischen mehr Platz für die tanzfreudigen Besucher an diesem Abend.

Eine Randnotiz sei noch erlaubt: Während eines leider notwendigen Rettungsdiensteinsatzes im Laufe des Abends mussten einige Absperrgitter mitsamt angeketteter (und hier durch Bild und Schrift ausdrücklich nicht erwünschter) Fahrräder umständlich zur Seite geräumt werden. Das ist unnötig und kostet im Ernstfall wichtige Minuten. An dieser Stelle sei um Rücksicht geboten, damit die Woche der kleinen Künste für alle Beteiligten in guter Erinnerung bleibt!

Mit nächtlichen Grüßen!
Der Ben.




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