GT:Rappt - Von Chicago nach Gütersloh - US-Rapper issAnjel präsentiert seinen Track "2 a.m."
COUNTDOWN DIE RUTSCHE STEHT
News - Zusätzliche öffentliche Investitionen lohnen sich -
Suche:

Zusätzliche öffentliche Investitionen lohnen sich

07 NOVEMVER 2017


// Logo: Bertelsmann Stiftung|
Wohin mit den Überschüssen? Diese Frage spielt während der Sondierungsgespräche eine zentrale Rolle. Möglichkeiten zur Nutzung der fiskalischen Spielräume gibt es viele.

Investieren ist eine Option. Doch in welche Bereiche sollte der Staat investieren und was bringt es? Eine Studie der Bertelsmann Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass sich öffentliche Investitionen in Bildung, Wohnungsbau und Infrastruktur für alle lohnen.
Straßen und Schulen bröckeln, bezahlbarer Wohnraum und schnelle Internetleitungen fehlen. Im Hinblick auf den Wohlstand zukünftiger Generationen zehrt die Bundesrepublik von ihrer Substanz. Eine von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass öffentliche Investitionen in den Bereichen Bildung, Wohnungsbau und Infrastruktur Wachstum und Wohlstand stärken. Eine dauerhafte Erhöhung der öffentlichen Investitionen um rund 20 Milliarden Euro pro Jahr steigert das jährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) sukzessive: bis 2020 um 14 Milliarden Euro und bis 2050 um über 100 Milliarden Euro. Schon nach 5 Jahren übersteigen dabei die jährlichen Wohlstandsgewinne die Investitionskosten. Die Investitionen würden zudem zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen, Indem sie die Zahl der Arbeitslosen um über 440.000 und den Niedriglohnsektor um 5 Prozent verringern würden. Langfristig tragen sie sich selbst und werfen sogar fiskalische Gewinne ab. Den größten volkswirtschaftlichen Nutzen haben Investitionen in qualitativ hochwertige Kitas und Ganztagsschulen.  Die Studienautoren Tom Krebs (Universität Mannheim) und Martin Scheffel (Universität zu Köln) untersuchen die gesamtwirtschaftlichen, fiskalischen und verteilungspolitischen Effekte öffentlicher Investitionen mithilfe einer ökonomischen Modellrechnung. Darin simulieren sie eine dauerhafte Steigerung der Investitionstätigkeit ab 2018 bis zum Jahr 2050. Die Investitionen sind nötig, um den bestehenden Investitionsbedarf an einer verbesserten Qualität in Ganztagsschulen und Kitas, einer digitalen und modernen Infrastruktur und an bezahlbaren Wohnraum für untere und mittlere Einkommen zu decken. Konkret geht es dabei um eine langfristige Erhöhung der Bildungsinvestitionen um rund 10 Milliarden Euro pro Jahr sowie der Investitionen in Wohnungsbau und Infrastruktur um jährlich jeweils 5 Milliarden Euro. Dabei erfolgt die Implementierung der Investitionen schrittweise. In den kommenden vier Jahren belaufen sich die zusätzlichen Ausgaben auf insgesamt 40 Milliarden Euro. Ab 2022 wird im Modell die öffentliche Investitionstätigkeit auf über 20 Milliarden Euro pro Jahr gesteigert. Die Simulation zeigt: Investitionen können das Wachstum und Beschäftigung steigern sowie Wohlstand schaffen. Würde der Staat die öffentlichen Investitionen aus den vorhandenen Überschüssen finanzieren und nicht zur Steigerung konsumtiver Ausgaben oder für eine sofortige Schuldentilgung nutzen, prognostizieren die Modellrechnungen mehr als 600.000 zusätzliche Arbeitsplätze und ein um knapp 100 Milliarden Euro höheres BIP bis zum Jahr 2050. Gleichzeitig würde die Armutsquote um einen Prozentpunkt schrumpfen und die Zahl der Langzeitarbeitslosen um knapp 350.000 gesenkt. Trotz der Ausgabensteigerung würden die Staatsschulden um rund 150 Milliarden Euro sinken. Die positiven Effekte ließen sich schon kurzfristig erzielen: Bereits 2020 würden die zusätzlichen Ausgaben positive Wirkung entfalten: Investitionen in Bildung könnten in dieser Frist über 150.000 neue Jobs schaffen und das BIP um 11 Milliarden steigern. Investitionen in Infrastruktur führen zu weiteren 50.000 Jobs und steigern das BIP um 2 Milliarden Euro. „Die Bundesrepublik braucht eine Investitionsagenda, die den Wohlstand zukünftiger Generationen sichert. Zukunftsinvestitionen sind das Gebot der Stunde“, kommentiert Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, die Studienergebnisse.  Den mit Abstand größten Wachstumseffekt haben Bildungsinvestitionen mit bis zu 60 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050. Auch der Arbeitsmarkt profitiert hier mit einem Plus von über einer halben Million Vollzeitkräften besonders stark. Zudem steigt die Qualität der Beschäftigung, da insbesondere geringfügige Beschäftigung verringert wird. Zum Vergleich: im selben Zeitraum würden Investitionen in Wohnungsbau das BIP um 18 Milliarden Euro steigern und gut 94.000 Jobs schaffen. Eine Ausweitung der Bildungsinvestitionen zahlt sich gleich doppelt aus: Erstens steigt langfristig das Bildungsniveau der Bevölkerung. Zweitens verbessert sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insbesondere Frauen mit Kindern und Kinder aus Nicht-Akademiker-Familien könnten ihre Einkommenslücke im Vergleich zu Männern mit Kindern bzw. Kindern aus Akademiker-Familien langfristig um 3,5 bzw. knapp 6 Prozentpunkte verringern.  Die Modellrechnung zeigt, dass die untersuchten Investitionsprogramme fiskalisch nachhaltig sind. Über höheres Wachstum, mehr Beschäftigung und erhöhte Staatseinnahmen finanzieren sie sich mittel- bis langfristig selbst. Mehr noch: Bereits nach 9 Jahren würden die Bildungsinvestitionen sogar fiskalische Überschüsse erzielen, die zur Schuldentilgung beitragen könnten. Investitionen in Wohnungsbau und Infrastruktur würden nach 12 bzw. 14 Jahren Überschüsse erzeugen. Mit knapp 12 Prozent pro Jahr würden Investitionen in Kitas und Ganztagsschulen im Vergleich zum Wohnungsbau (7,1 Prozent) und zur Infrastruktur (8,2 Prozent) die höchste fiskalische Rendite erzielen. „Stabile Staatsfinanzen und Investitionen in die Zukunft müssen kein Widerspruch sein. Vorhandene fiskalische Spielräume sollten deshalb zur Stärkung öffentlicher Investitionen genutzt werden“, so Manuela Barišić, Wirtschaftsexpertin der Bertelsmann Stiftung.


zur Übersicht


Salonnachmittag in der Volkshochschule Gütersloh

22 NOVEMVER 2017

Mit dem Programm „Klavier vierhändig“ zeigen Stefan Matthewes und Piotr Oczkowski am Sonntag, 3. Dezember, um 17 Uhr, eine ganz besondere Form des Ensemblespiels: Zwei Musiker teilen sich ein Instrument, das sie normalerweise alleine beherrschen. Die Pianisten widmen sich Werken von Mozart, Schubert, Dvorak und Brahms. Damit bietet die Volkshochschule in der ...

mehr lesen...

Informationsveranstaltung für die Schulträger im Kreis Gütersloh trifft Nerv

22 NOVEMVER 2017

Die Leitungen der Schulverwaltungen der 13 Kommunen im Kreis Gütersloh und des Kreises Gütersloh kamen am vergangenen Donnerstag in Gütersloh zusammen, um sich über das Projekt ‚Schule und digitale Bildung‘ zu informieren und über eine mögliche Teilnahme auszutauschen. Eingeladen hatten als Projektverantwortliche Gudrun Mackensen, Abteilungsleiterin Bildung im ...

mehr lesen...

Experten für Migration und Integration im Kreishaus Gütersloh

22 NOVEMVER 2017

45 Fachleute aus den Beratungsdiensten des Bereichs Migration und Integration trafen sich zum fachlichen Austausch im Kreishaus Gütersloh. Neben dem generellen Fachgespräch in großer Runde standen außerdem Vorträge von externen Referenten auf der Tagesordnung. Zu Beginn begrüßte Agnieszka Salek als Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Gütersloh und ...

mehr lesen...

Reinhard Mohn Stiftung zieht erfolgreiche Zwischenbilanz 

22 NOVEMVER 2017

Die Reinhard Mohn Stiftung ist in der ostwestfälischen  Bildungslandschaft etabliert und gut vernetzt. Mit derzeit 15 Bildungsprojekten in Zusammenarbeit mit insgesamt 150 Kitas, Schulen und Berufskollegs verfolgt sie das Ziel, die Bildungschancen von 19.000 Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Lage, zu verbessern. Dabei konzentriert sich ...

mehr lesen...

Termine und Veranstaltungen in Gütersloh 2018

22 NOVEMVER 2017

In Gütersloh finden das ganze Jahr über viele attraktive Veranstaltungen statt. Das fängt mit dem Gütersloher Frühling an und geht bis zum Gütersloher Weihnachtsmarkt. Auch im Jahr 2018 plant die Gütersloh Marketing GmbH (gtm) wieder zahlreiche Events, die für noch mehr Leben in der Gütersloher Innenstadt sorgen und sie zum Anziehungspunkt für Gütersloher und Gäste machen. ...

mehr lesen...

Bertelsmann: Bücher und Geschichten für 2.117 Kinder in Gütersloh

17 NOVEMVER 2017

Bertelsmann engagiert sich auch in diesem Jahr wieder beim bundesweiten Vorlesetag: 93 Bertelsmann-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter besuchten am heutigen Vormittag 29 Kindergärten und Schulen in Gütersloh, um dort insgesamt 2.117 Kindern Geschichten vorzulesen. Für Kinder und Einrichtungen gab es außerdem Buchgeschenke: Insgesamt 2.781 Bücher – so viele wie noch nie ...

mehr lesen...

Erstes Unternehmerfrühstück der Stadt Verl stößt auf große Resonanz

17 NOVEMVER 2017

Rund 100 Gäste konnten Bürgermeister Michael Esken und Wirtschaftsförderin Sandra Claes zum ersten Unternehmerfrühstück der Stadt Verl begrüßen. Treffpunkt war das vor einem Jahr eröffnete Büro- und Kundenzentrum der Hermann Bock GmbH an der Nickelstraße. Bei den Verler Unternehmerinnen und Unternehmer kam das neue Angebot ausgesprochen gut an. Ab 7.30 Uhr ein bis zwei ...

mehr lesen...



Powered by PRO-Admintool
_