GT:Rappt - Von Chicago nach Gütersloh - US-Rapper issAnjel präsentiert seinen Track "2 a.m."
COUNTDOWN DIE RUTSCHE STEHT
News - Zwischen Enter und Escape: Vortrag zum Thema Mediensucht -
Suche:

Zwischen Enter und Escape: Vortrag zum Thema Mediensucht

13 OKTOBER 2017


Referent Christian Groß (vorne) und die Mitglieder des Netzwerks MedienAktiv GT sprachen über die Chancen und Gefahren digitaler Medien. // Foto: Nils Krieft |
Den Kontrast zwischen virtueller und realer Welt der Betroffenen aufzeigen, dies stand im Zentrum des Vortrags von Christian Groß zum Thema Mediensucht. Der Suchtherapeut der Bernhard Salzmann Klinik (Gütersloh) hielt den Abschlussvortrag ‚Zwischen Enter und Escape‘ auf dem ersten Fachtag ‚Digitale Medien‘. Der Vortrag, der an Workshops anschloss, behandelte intensiv das Thema Mediensucht, vor allem Videospielsucht. Groß ließ besonders bewegte Bilder sprechen. Mitgebrachte TV-Clips und auch ein selbst gedrehter Beitrag über einen passionierten Online-Spieler brachten den Lehrkräften und weiteren Fachkräften aus den Bereichen Erziehung, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, aber auch Schülern die Krankheit Mediensucht näher.
Organisiert wurde der erste Fachtag ‚Digitale Medien‘ vom Netzwerk MedienAktiv GT, einer Kooperation lokaler Experten aus verschiedenen Gebieten, unter anderem Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Erziehungs- und Suchthilfe.  „Wo sind die Treffpunkte in der virtuellen Welt?“ Mit dieser Frage begann der Suchtherapeut den Vortrag. Die Abkapselung der Betroffenen in eine virtuelle Welt führt oftmals zu einer Art Verhaltensverschiebung. Sind sie in der realen Welt zumeist schüchtern und unsicher, so werden sie durch das Einloggen in die Welt des Online-Spiels, offen, kommunikativ und aktionsfreudig. Dieser Prozess kehrt sich beim Ausschalten des Computers und mit der Rückkehr in die reale Welt wieder um. Hier sieht Christian Groß auch eine Herausforderung bei der Therapie: „ Wenn sie einem Gamer die virtuelle Welt wegnehmen, dann bleibt ihm nichts“. Anders als beispielsweise bei der Alkoholsucht, kann der Entzug des Suchtmittels Online-Spiel, nicht durch Freundschaften aufgefangen werden, da diese ebenfalls nur in der, nun fehlenden, virtuellen Welt stattfinden. Eine Therapie baut also vor allem darauf, persönliche Strukturen für die Betroffenen zu finden und zu stärken. Die Existenz einer virtuellen Welt, in der für die Betroffenen Beziehungen und Erfolge möglich sind, die ihnen in der realen Welt verwehrt bleiben, sind für den Mitarbeiter der Bernhard Salzmann Klinik Gründe für die Entstehung der Sucht. Die Spiele belohnen häufiges und regelmäßiges spielen mit Belohnungen, die sie in der virtuellen Welt als erfolgreich kennzeichnen. „Die Visualisierung persönlicher Erfolge ist eine zentrale Suchtstruktur von Videospielen“, unterstreicht Groß.Insbesondere Kinder und Jugendliche sind für Mediensucht und Videospielsucht anfällig. Dies liege laut Groß häufig daran, dass diese frühzeitig mit Suchtmitteln in Kontakt kämen. „Hier ist mehr Aufklärung und Prävention nötig“, unterstreicht Groß. Besorgniserregend ist für den Referenten außerdem die oftmals vorhandene Möglichkeit in der virtuellen Welt, reales Geld auszugeben. „Es gibt oft die Möglichkeit sich mit Geld Vorteile oder Belohnungen in einem Spiel zu kaufen. Da kann es schon vorkommen, dass auf der Kreditkartenabrechnung der Mutter 3000 Euro stehen“, erzählt Groß von einem Patienten. Auch das Wetten auf virtuelle Sportereignisse ist möglich und gefährlich. „Das ist eine Art rechtsfreier Raum“, gibt Christian Groß zu bedenken.Im Anschluss an den Abschlussvortrag schloss der Fachtag mit einer Fragerunde, die sich hauptsächlich um die Themen Therapie von Mediensucht und ihre Begleiterscheinungen drehte.


zur Übersicht


Offener Brief von Thomas Rabe an die Bertelsmann-Mitarbeiter

18 DEZEMBER 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,in wenigen Tagen endet für Bertelsmann ein weiteres erfolgreiches Jahr. Wir rechnen für 2017 mit einem höheren Umsatz, einer unverändert hohen operativen Profitabilität sowie zum dritten Mal hintereinander mit einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro. Damit einher gehen Fortschritte in der Umsetzung unserer Strategie: Wir werden ...

mehr lesen...

Region und Schulbildung entscheiden über Chancen auf Ausbildungsmarkt

18 DEZEMBER 2017

Die Ausbildungsperspektiven für Jugendliche sind stark abhängig vom Wohnort. Im Norden ist es für Bewerber schwer, eine Stelle zu finden, im Süden können Ausbildungsplätze nicht besetzt werden.Bundesweit hat sich die Situation für Bewerber leicht verbessert, Hauptschüler profitieren davon jedoch kaum.  In Deutschland wurde bis 2016 weniger ausgebildet. Sowohl das ...

mehr lesen...

Sozialpädagoge gibt Tipps für Beteiligung der Kinder im erzieherischen Alltag

18 DEZEMBER 2017

Mehr Partizipations- und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder in Kindertageseinrichtungen – das stand im Fokus des Fachtags des Fachbereichs Jugend und Bildung der Stadt Gütersloh. Auf Einladung von Andrea Körber, Abteilungsleiterin der Tagesbetreuung, und Bettina Kirchner, Fachberaterin der städtischen Kindertageseinrichtungen, kamen etwa 250 Erzieherinnen und Erzieher ...

mehr lesen...

LIONS spenden für Gütersloher Tafel

18 DEZEMBER 2017

Der Lions-Club Gütersloh-Wiedenbrück unterstützt wie in den Vorjahren die Arbeit der Gütersloher Tafel, die mit 50 Verteilstellen praktisch im gesamten Kreis Gütersloh aktiv ist. Insgesamt 50 Weihnachtspakete mit Lebensmitteln, darunter Schokolade, Marzipan, Tee, Kaffee, Christstollen und Wurstspezialitäten, hatten Aktive des Clubs gepackt und an Tafel-Geschäftsführerin Ruth ...

mehr lesen...

Schlechte Aussichten für Ausbildungsbewerber in Nordrhein-Westfalen

18 DEZEMBER 2017

Die Ausbildungsperspektiven für Jugendliche in Nordrhein-Westfalen haben sich in den vergangenen Jahren zwar leicht verbessert. Aber in keinem anderen Bundesland bleiben so viele Bewerber erfolglos. Hauptschüler und Jugendliche ohne deutschen Pass haben es besonders schwer, in Ausbildung zu kommen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) war bis 2016 sowohl das Ausbildungsangebot der ...

mehr lesen...

Die dritte Dezemberwoche auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt

15 DEZEMBER 2017

Montag, 18. Dezember15 Uhr Puppenspieler18 Uhr Jugendorchester Symphonisches Blasorchester der Freiwilligen FeuerwehrSeit Jahrzehnten begeistern die Geschichten von Kasper und der Großmutter kleine und große Kinder auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt. Die Puppen nehmen bis Weihnachten jeweils montags und mittwochs um 15 und 16 Uhr das Publikum mit auf eine Reise ins ...

mehr lesen...

Festliche Stimmung für jene, die sonst wenig haben

15 DEZEMBER 2017

Plätzchenduft, Geschenkestress, Kerzenlicht: Für viele Menschen sind die Wochen vor Weihnachten eine oft hektische, aber doch schöne Zeit. Schnell vergisst man, dass es nicht allen so geht – Menschen ohne Obdach zum Beispiel. Um für sie trotzdem ein wenig weihnachtliche Stimmung zu verbreiten, hat die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Gütersloh wieder zu ihrem ...

mehr lesen...



Powered by PRO-Admintool
_